4.6. DNN schreibt: Dresdner Baubürgermeister sieht grünes Licht für die Hafencity

Die Stadt Dresden beharrt auf ihrem Baurecht im Flutgebiet und wischt die Handlungsempfehlungen der Landesdirektion und Landestalsperrenverwaltung einfach und wiederholt vom Tisch.
Zu befürchten steht, dass vor der Konstituierung des neuen Stadtrats mit veränderten Mehrheiten (weg von CDU und Hafencity) noch schnell Tatsachen geschaffen werden sollen.

Das Bauen im Flutgebiet soll nicht nach Wasserhaushaltgesetz, sondern nach Baugesetz erfolgen.
Dies gibt der Stadt die Möglichkeit, Fragen des Hochwasserschutzes (wir meinen damit Erhalt von Retentionsflächen und Entsiegelung von Sickerflächen) weitestgehend zu ignorieren. Das wird von den oben genannten sächsischen Behörden scharf kritisiert. Auch die Bürgerinitiative warnt erneut an dieser Stelle: Neubauten im Flutgebiet bergen Risiken für Natur, Anwohner_innen und flussabwärts gelegene Gemeinden und sollten darum an dieser Stelle nicht umgesetzt werden. Eine Mauer zu bauen, um das Wasser von Häusern fernzuhalten, die noch gar nicht existieren: Das ist Schildbürgertum hoch drei! (Entschuldigt, Einwohner_innen von Schilda 😉 Vermutlich sollte von nun an „Dresden“ der Inbegriff von besonders schändlichem und unüberlegtem Städtebau werden. Es scheint sich um diesen Titel redlich zu bemühen.)

Der im Artikel angesprochene Gebietsschutz ist Gegenstand einer aktuellen Stadtrats-Vorlage, über die jedoch noch nicht entschieden wurde. Wichtig zu wissen ist hier: ein Gebietsschutz kann nur für schon bestehende Uferbebauung und öffentliche Infrastruktur installiert werden. Nicht jedoch für Bauland, das ausgewiesen werden soll.

Hier geht’s zum heutigen DNN-Artikel.*

*Leider nur für Abonennten. Wer einen Weg kennt, wie Inhalte hochgeladen werden können, ohne mit dem Urheberrecht in Konflikt zu geraten: Bitte melden. 😉