„Elbaue“ wird nun doch nicht gebaut, die Hafencity ist aber noch nicht vom Tisch

Ende 2013 verkündeten USD, mit dem Bau der Hafencity Dresden zu beginnen. Grundlage dafür sollte eine just auslaufende Baugenehmigung auf dem Flurstück 1131/22 (Leipziger Str. 25/27) sein.

Großspurig tönten sie da noch über die Presse: Jetzt seien die Behörden am Zug, ihrerseits den Weg zu ebnen und kündigten den Verkaufsstart von Elbaue/Hafencity-Eigentumwohnungen für Januar 2014 an auf Ihrer Internetseite.

Gestern dann beteuert USD-Projektentwickler Schaaf, dass nicht weitergeplant werden würde am Projekt „Elbaue“. Einträchtigkeit verströmen die Zeilen in der DNN vom 24.2.2014: Stadt und USD säßen gemeinsam über den Auswertungen der Bürger-Beteiligung (bestehend aus einer Einwohnerversammlung am 18.7.2013 und der Möglichkeit, schriftlich Stellung zu beziehen bis 26.7.2013) . Das B-Plan-Verfahren läuft weiter.

Die Auswertungen des Juni-Hochwassers 2013 werden für März 2014 erwartet. Bis dahin will die Stadt keine Entscheidungen treffen bezüglich der Bauvorhaben im Flutgebiet.

Auf einer geschlossenen Veranstaltung des CDU-Ortverbandes Pieschen am 29.1.2014, zu dem Firmenvertreter_innen von USD und Dresdenbau GmbH geladen waren, war das Projekt „Elbaue“ schon kein Thema mehr (wir vermuten: auch nie ernsthaft gewesen). Die Vertreter der Investoren äußerten sich jedoch optimistisch bezüglich der Baugenehmigungen von „Hafencity“ und „Marina Garden“ im Dresdner Flutgebiet. Das Ortsverbandstreffen der Pieschener CDU war in die Kritik geraten, weil vor Ort parteifremde Interessierte Anwohner_innen mittels zweier Sicherheitskräfte an der Teilnahme an der Veranstaltung gehindert worden waren.

Zwar kann man sich schon fragen, ob ein Anwohner, der in Badehose erscheint, nicht eher provozieren als diskutieren will (dies wurde behauptet, konnte jedoch nicht bestätigt werden). Der augenzwinkernde Hintersinn einer solchen Aktion (zumal im Januar!!) hat sich den Anwesenden wohl nicht erschließen können.

Unser Fazit zum Status Quo: USD scheint erkannt zu haben, dass es klüger ist, sich einträchtig mit der Stadtverwaltung zu zeigen als mit fadenscheinigen PR-Gags die Bürgermeister und den Stadtrat öffentlich zu brüskieren. Nun sitzen also die Herren Investoren mit am Tisch, um die kritischen Anmerkungen und Eingaben der Bürger_innen und Wasserschutzbehörden zu studieren und daraus schlau zu werden. Wir dürfen gespannt sein auf die Ergebnisse einer solch „fachgerechten“ und „umfassenden“ Begutachtung.

Die Auswertungen des Juni-Hochwassers 2013 werden für März 2014 erwartet. Danach will sich die Stadtverwaltung äußern, ob einer Neu-Bebauung der Elbwiesen überhaupt stattgegeben werden kann.

Treffen der BI am 20.2. 18:00

Die Bürgerinitiative trifft sich Do, 20.2.2014  18:00  im Eselnest, Eisenberger Straße 2A.

+ Information + Austausch + Vernetzung +

Alle interessierten oder betroffenen Personen sind herzlich eingeladen, sich an den Treffen zu beteiligen.